Die aus Deutschland vorgeschlagenen Themen beziehen sich auf die Geschichte der Schule und darauf, wie unsere Schule in die historischen Prozesse des Landes eingebunden ist. 

 

In diesem Kontext wurde folgende Forschungsfrage formuliert:

Welche Rolle spielte die Schule im Integrationsprozess und bei der Identitätsbildung von ehemaligen Schülern, die aus Deutschland zurückkehrten, und was kann die Schulgemeinschaft aus dieser Erfahrung lernen?

 

Spezifische Ziele:

a) Die Schülerinnen und Schüler kennen die Rolle, die unsere Schule beim Integrationsprozess und bei der Identitätsbildung der zurückkehrenden Exilschülerinnen und -schüler gespielt hat, und sie werden sich der Schwierigkeiten und Chancen bewusst, die sich aus dem Zusammentreffen der Erfahrungen von Exil- und Nicht-Exilschülern ergeben.

b) Die Schülerinnen und Schüler werden für die Situation der gegenwärtigen (lateinamerikanischen) Flüchtlinge in Chile sensibilisiert und verstehen die Bedeutung einer guten “Aufnahmekultur”.

 

In Bezug auf Ziel a):

  • Wir planen Aktivitäten im Kontext der historischen Forschung (Forschungsmethodologie), Workshops zu den Themen Erinnern (Nutzung von Primär- und Sekundärquellen) und Menschenrechte, Gespräche mit ehemaligen Schülern und aus dem Exil zurückgekehrten Schülern, Konferenzen mit Experten zu verschiedenen Themen, eine Film-AG (audiovisuelle Dokumentation der Aktivitäten), eine Redaktions-AG (Erarbeitung eines kleinen Buches), Ausstellungen und vieles anderes.
  • Als Produkte im Zusammenhang mit diesem Ziel wird erwartet, ein kleines Buch mit der Geschichte der Schule zu schreiben (Schwerpunkt auf den 1980er Jahren), ein Museum zu errichten (hoffentlich mit interaktiven Bildschirmen) und eine filmische Dokumentation zu erstellen. Alle Produkte werden von den Schülern hergestellt.

 

In Bezug auf Ziel b):

  • Es soll eine direkte Beziehung zur Aktualität und zur Gegenwart hergestellt werden, insbesondere in Bezug auf die lateinamerikanischen Einwanderer, die in unser Land kommen.
  • In diesem Kontext planen wir Workshops und Aktivitäten, die die Rolle des Staates und die Bedingungen für Migration (v.a. in Chile) verdeutlichen und eine Kontaktaufnahme, einen Austausch und Aktivitäten mit Flüchtlingen in unserem Viertel (CAS-Projekte) wie z.B., Spanischunterricht für Haitianer u.a.
  • Schließlich wird erwartet, dass wir als gesamte Bildungseinrichtung gemeinsam ein Konzept der INTEGRATION aufbauen.

 

Transversale Konzepte: Solidarität, Integration, Identität, Menschenrechte, Exil, historisches Gedächtnis, Integration, Migration, Straffreiheit, Gemeinschaft u.a.